6. Juni 2016

Breitbandgenossenschaft Hagen soll für schnelles Internet im Lennetal sorgen

Auftakt- und Info-Veranstaltung zum Thema "Breitbandgenossenschaft Hagen" / Märkisches Forum / Märkische Bank Hagen, Bahnhofstraße

In einer ersten Auftaktveranstaltung mit NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, dem RWGV-Vorstandsvorsitzenden Ralf W. Barkey und Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz informierten sich heute rund 70 Unternehmer in der Märkischen Bank über die Breitbandgenossenschaft Hagen. „Ein leistungsstarker Internetanschluss entscheidet zunehmend über die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen“, stellte RWGV-Vorstandsvorsitzender Ralf W. Barkey gleich zu Beginn fest. „Die Genossenschaft ist für die Unternehmer vor Ort die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und ihren Wirtschaftsstandort und damit Arbeitsplätze zu sichern“, ist sich Barkey sicher.

Hagen ist eine von zwei Modellregionen in Nordrhein-Westfalen, in denen im Rahmen eines Pilotprojektes des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbands eine privatwirtschaftliche Breitbandgenossenschaft gegründet werden soll. Eine kommunale Breitbandgenossenschaft plant zurzeit der Kreis Paderborn. Mit finanzieller Unterstützung des NRW-Wirtschaftsministeriums sollen bis 2017 geeignete genossenschaftliche Geschäftsmodelle für den Glasfaserausbau entwickelt werden, die als Blaupause für weitere Unternehmen und Kommunen dienen sollen. „Das Genossenschaftsmodell ist ein vielversprechender Ansatz. Wir brauchen privatwirtschaftliches Engagement, um das Ziel einer flächendeckenden und schnellen Internetversorgung in NRW zu erreichen“, so Minister Duin.

Im Auftrag der Stadt Hagen koordiniert die für Wirtschaftsförderung zuständige HAGENagentur die Aktivitäten vor Ort. „Um den Standort für Unternehmen wie Einwohner attraktiver zu machen, braucht Hagen ein flächendeckendes, nachhaltiges und leistungsstarkes Breitbandnetz“, betonte Oberbürgermeister Schulz. HAGENagentur-Geschäftsführer Michael Ellinghaus erläuterte: „Hierfür soll in einem ersten Schritt das unterversorgte Gewerbegebiet Lennetal mit Glasfaser ausgebaut werden.“ Der Unternehmensinitiative sollen nicht nur Gewerbetreibende, sondern auch Anwohner angrenzender Wohngebiete beitreten können.

„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele. Dieses genossenschaftliche Grundprinzip ist insbesondere beim Aufbau eines regionalen Breitbandnetzes der richtige Gedanke“, erklärte Hermann Backhaus, Vorstandsvorsitzender der Märkischen Bank. Als Mittelstandsfinanzierer vor Ort unterstützt die Märkische Bank die Breitbandgenossenschaft mit ihrem Know-How und Netzwerk in der Region. „Die Vorteile liegen auf der Hand: Kommune, Unternehmer und Bürger schließen sich zusammen und machen so Betroffene zu Beteiligten. Die Genossenschaft kann so zum Erfolgsmodell einer starken Gemeinschaft werden“, ist Backhaus überzeugt. Andreas Lux, Geschäftsführer des Bereichs Innovation und Umwelt der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer, ergänzte: „Das Pilotprojekt Breitbandgenossenschaft bietet Unternehmen im Hagener Lennetal Gelegenheit, diese zukunftsgerichtete Aufgabe jetzt aktiv anzugehen und möglicherweise Vorbild für den gesamten Wirtschaftsstandort Südwestfalen zu werden.“

Viele Unternehmen im Lennetal sind von der Idee der Genossenschaft bereits überzeugt. Weitere Mitglieder sollen nun nach der Auftaktveranstaltung folgen. Die Wirtschaftsjunioren Hagen/Ennepe-Ruhr sind von Anfang an aktive Unterstützer des Projekts. „Das Thema Industrie 4.0 ist in aller Munde. Ohne schnelles Internet haben Hagens Unternehmen kaum eine Chance, von den Vorteilen der Digitalisierung zu profitieren. Mit der Gründung der Breitbandgenossenschaft schaffen sich die Unternehmen im Lennetal selbst die notwendigen Voraussetzungen, um an der digitalen Zukunft teilzuhaben“, so Michael Hösterey, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsjunioren.

 

Informationen zur Breitbandgenossenschaft Hagen eG finden Sie auf dem Breitbandportal der HAGENagentur.

 

Foto: vordere Reihe (v.l.): Moderatorin Gisela Steinhauer, Michael Ellinghaus, Geschäftsführer der HAGENagentur, Erik O. Schulz, Oberbürgermeister der Stadt Hagen, Dr. Martin Fornefeld, MICUS Strategieberatung
(hintere Reihe v.l.) Michael Hösterey, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsjunioren Hagen/Ennepe-Ruhr, Hermann Backhaus, Vorstandsvorsitzender der Märkischen Bank, Ralf W. Barkey, Vorstandsvorsitzender des RWGV, Garrelt Duin, NRW-Wirtschaftsminister, Dr. Michael Dolny und  Andreas Lux, Südwestfälische Industrie- und Handelskammer

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