26. September 2016

Bundesförderung für mittelständische Forschungspartnerschaften

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Die neue Initiative „Innovationsforum Mittelstand“ und länderspezifische Förderrichtlinien im ZIM-Programm unterstützen Unternehmen bei Forschung, Entwicklung und Innovationstransfer.

Im Rahmen seines Zehn-Punkte-Programms „Vorfahrt für den Mittelstand“ startete das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Initiative „Innovationsforum Mittelstand“, mit der Innovationspartnerschaften geschaffen und gefördert werden. Diese sollen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Zugang zu neuesten Forschungsergebnissen erleichtern und deren Transfer in wirtschaftlich verwertbare Produkte beschleu-nigen. Gefördert werden vorrangig neue, sich noch entwickelnde interdisziplinäre Netzwerke aus KMU, Hochschulen, außeruniversitären Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie sonstigen auf Forschung und Entwicklung ausgerichteten Organisationen. Diese können sowohl regional als auch überregional ausgerichtet sein.

Das BMBF unterstützt die Netzwerke über einen Zeitraum von maximal neun Monaten mit einem nichtrückzahlbaren Zuschuss, der bis zu 100 Prozent der projektbezogenen Ausgaben in Höhe von maximal 100.000 Euro betragen kann. Zu den projektbezogenen Ausgaben gehören die Kosten für ein zweitägiges „Innovationsforum“, das alle relevanten Partner zusammenbringt, sowie Kosten für die Konzipierung und Organisation der Netzwerkarbeit, für Dienstreisen und eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit.

Projektskizzen zum Aufbau eines Netzwerks können laufend beim Projektträger, dem deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), eingereicht werden. Die Projektauswahl erfolgt mehrmals jährlich. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des BMBF.

Über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Forschungspartnerschaften von KMU dabei, Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu realisieren und in Netzwerken zu kooperieren. Neben nationalen Projekten zur Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen sowie zu deren Markteinführung werden im Rahmen länderspezifischer Förderrichtlinien auch transnationale Projekte unterstützt. Die Förderquote für nordrhein-westfälische Unternehmen in transnationalen Projekten kann in Abhängigkeit von der Unternehmensgrö-ße 40 bis 55 Prozent der förderfähigen Kosten (zum Beispiel Personalkosten, projektbezoge-ne Aufträge an Dritte, Sachkosten), maximal 380.000 Euro, betragen.

Noch in diesem Jahr können sich deutsche KMU gemeinsam mit Projektpartnern aus Katalonien (Spanien, bis zum 29. September), Brasilien (bis zum 30. Oktober), Kanada und Dänemark (bis zum 30. November), Israel (bis zum 1. Dezember) oder Singapur (bis zum 31. Dezember) für eine Förderung ihrer Forschungs- und Entwicklungsprojekte beim Projektträger AiF Projekt GmbH bewerben. Ausschreibungen für Kooperationen mit Partnern aus weiteren Ländern sind in Planung. Mehr Informationen zum ZIM-Programm und den Kooperationsmöglichkeiten mit ausländischen Forschungspartnern finden Sie auf der Homepage des BMWi.

Quelle: www.nrweuropa.de