20. November 2018

Mit Tablet und Schraubenzieher: Neue Berufsbilder werden für den Mittelstand zum Wachstumsfaktor

2018-11-15-mit tablet-und-schraubenzieher

Die Digitalisierung verändert nicht nur Geschäftsmodelle, Produkte und Prozesse, sondern auch das Arbeitsumfeld von Fachkräften. In mittelständischen Unternehmen wird beispielsweise die Produktion zunehmend automatisiert. Eine Studie des Weltwirtschaftsforums zeigt dabei Erfreuliches: In vielen Betrieben entstehen vor allem neue Arbeitsplätze. 37 Prozent der befragten Unternehmen rechnen demnach im Jahr 2022 damit, stationäre Roboter einzusetzen. Trotzdem erwarten allein diese Unternehmen einen Zuwachs von über 750.000 Stellen.

Die Digitalisierung und Zukunft der Arbeit wird für kleine und mittlere Unternehmen zunehmend zum Dauerthema. Sie stehen vor der Herausforderung, ihre Wettbewerbsfähigkeit angesichts immer kürzerer Innovationszyklen und Konkurrenz aus dem Ausland zu verteidigen. Dabei können ihnen Technologien wie vernetzte Industrieroboter und künstliche Intelligenz helfen. Darüber hinaus entstehen auch tausende neue Arbeitsplätze. Für die bestehenden Mitarbeiter ist das Chance und Herausforderung zugleich: Sie müssen allein bis zum Jahr 2022 im Schnitt zusätzliche 101 Tage vom Unternehmen weitergebildet werden. Das zeigt die vom Weltwirtschaftsforum veröffentlichte Studie „Die Zukunft der Arbeitsplätze 2018″. Zudem wird in den nächsten Jahren eine deutliche Zunahme des Automatisierungsgrads über alle Wertschöpfungsstufen hinweg prognostiziert.

„Mittelständische Betriebe können das Wachstumspotenzial dieser Entwicklung ausschöpfen, wenn sie ihre Belegschaft für die Zukunft qualifizieren“, erklärt Martin Lundborg, Leiter der Begleitforschung von Mittelstand-Digital. „Das Berufsbild des klassischen Anlagenmechanikers kann beispielsweise mit der Einführung von digitalen Informationssystemen und auf künstlicher Intelligenz basierenden Lösungen aufgewertet werden. Für kleine und mittlere Unternehmen ist das eine große Chance: Sie können die Attraktivität ihrer Arbeitsplätze steigern und bleiben so wettbewerbsfähig. Deshalb beschäftigen sich immer mehr Mittelständler mit der Zukunft der Arbeit. Neben mehr digitalen Inhalten in der Berufsausbildung sollten dabei innovative Weiterbildungskonzepte und der Gedanke des lebenslangen Lernens im Fokus stehen.“

Mit dem aktuellen Themenschwerpunkt „Digitales Arbeiten“ bietet Mittelstand-Digital kleinen und mittleren Unternehmen kostenfreie, praxisorientierte Informationsangebote rund um den digitalen Wandel der Arbeit. Dazu bietet neben Schulungen, Workshops und Informationsmaterialien der Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren auch das neue Themenheft „Digitales Arbeiten“ anschauliche Praxisbeispiele, die zeigen, wie sich digitale Arbeitsprozesse auszahlen.

Was ist Mittelstand-Digital?

Mittelstand-Digital informiert kleine und mittlere Unternehmen über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Die geförderten Kompetenzzentren helfen mit Expertenwissen, Demonstrationszentren, Best-Practice-Beispielen sowie Netzwerken, die dem Erfahrungsaustausch dienen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht die kostenfreie Nutzung aller Angebote von Mittelstand-Digital. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.

Ansprechpartnerinnen für die Presse

Dr. Isabel Gull
WIK GmbH
E-Mail: i.gull@wik.org

Johanna Martens
LoeschHundLiepold Kommunikation GmbH
E-Mail: j.martens@lhlk.de

Quelle / Grafik: BMWi

Kategorien:

Schlagworte: