24. September 2015

Französischer Marktplatzstart rettet Arbeitsplätze

Dass der deutsche Onlinemarkt für IT und Unterhaltungselektronik hart umkämpft ist, musste auch die RLO GmbH in Kleinbittersdorf, nahe der französischen Grenze erfahren. Bei der RLO waren 2009 nach gut zwei Jahren die liquiden Mittel der GmbH nahezu aufgebraucht und Besserung war auf dem bestehenden Markt nicht in Sicht. „Ich brauchte also eine schnelle Lösung, um das Unternehmen und die zum damaligen Zeitpunkt vorhandenen vier Arbeitsplätze zu retten“, so Rainer Langer, Geschäftsführer der RLO. Die Lösung sollte schnell realisierbar und ohne großen finanziellen Aufwand umzusetzen sein. Da die Zielgruppe Endverbraucher sind, kam die Idee auf, die räumliche Nähe zu Frankreich zu nutzen und mit Marktplatzaktivitäten die französischen Endverbraucher als Zielgruppe zu erschließen.“ Ostern 2009 fiel der Startschuss. Ich nutzte die Osterfeiertage, um unseren Produktkatalog so umzubauen, dass er nicht nur auf priceminister.com, sondern auch auf amazon.fr hochgeladen werden konnte, und das funktionierte dann auch.“ Im Verlauf der Zeit kamen dann weitere Marktplätze hinzu. Hinsichtlich der technischen Komponente verschweigt Rainer Langer nicht, dass der Datenfluss im Zusammenhang mit einem Marktplatz organisiert werden muss. Speziell im Bereich Softwareentwicklung und Programmierung hat das Unternehmen auf externe Ressourcen zurückgreifen müssen. Trotzdem übersteigt der Ertrag eindeutig den Aufwand und die Investitionen. Dennoch, die gewählte Multichannel-Strategie bietet die Möglichkeit, sich relativ einfach international aufzustellen. „Das ist der Grund dafür, dass wir heute auch schon in Benelux, Italien und Spanien über verschiedene Marktplätze verkaufen. Und zwar mit steigender Tendenz.“

Weitere Informationen zur internationalen Ausrichtung des Geschäftsmodells können Sie dem Praxisbeispiel des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr „Vom Saarland nach Europa – Multichannel-Vertrieb im internationalen E-Commerce“ entnehmen.