22. November 2013

Wie schneiden regionale Kunststoff-Unternehmen im Online-Marketing ab?

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eBusiness-Lotse Südwestfalen-Hagen vergleicht Internetauftritte der Kunststoff Initiative Oberberg

Wie kann man sein Unternehmen in einer Suchmaschine wie Google auf den ersten Seiten platzieren und Web-Investitionen messbar machen? Welche Erfolge können in Feldern wie Verkauf, Fachkräftegewinnung oder Marketing durch die eigene Webseite erzielt werden? Um Unternehmen bei der Nutzung neuer Informations- und Kommunikationstechniken tatkräftig zu unterstützen, hat das Projekt eBusiness-Lotse Südwestfalen-Hagen zusammen mit Herrn Prof. Dr. Peter Vieregge, Geschäftsführer des Forschungsinstituts für Regional- und Wissensmanagement gGmbH der BiTS Iserlohn und Fachpartner im eBusiness-Lotsen, eine Studie zur Analyse von 160 Firmen-Homepages der Kunststoff Initiative Oberberg e.V. (KIO) veröffentlicht.

Die neue Studie macht deutlich, dass Investitionen in die eigenen Webseiten ein Erfolgsfaktor sind. Webseiten sind heute weit mehr als nur eine visuelle Visitenkarte. Wer als Unternehmen im Internet mit seiner Homepage nicht richtig sichtbar ist, wird von potenziellen Kunden nicht wahrgenommen. Diese Sichtbarkeit lässt sich messen und in einer Marktreichweite ausdrücken. Eine hohe Marktreichweite bedeutet viele Erwähnungen auf den vorderen Suchmaschinenplätzen und damit mehr Geschäftspotenzial. Ein Unternehmen mit einer schlechten Marktreichweite sollte sich daher Gedanken machen, mit welchen Suchbegriffen es gefunden werden will und wie diese in den Texten der Webseite platziert werden können.

Gut formulierte Texte sind das A und O für eine hohe Platzierung in den Suchergebnissen. Ein Werbetext muss jedoch immer für zwei Zielgruppen formuliert werden: Einerseits die Leser, also Menschen, die die Texte interessant finden müssen. Auf der anderen Seite lesen die Texte Suchmaschinen, die auf deren Basis entscheiden, worum es in dem Text eigentlich geht. Für die Studie wurden die Werbetexte aller Unternehmen analysiert, um häufige Begriffe zu erkennen. Wertvoller Platz wird z.B. mit Begriffen wie GmbH, Startseite und Unternehmen verschenkt, da diese Wörter nichts über die Kompetenz des Unternehmens aussagen. Nach dem Begriff „Kunststofftechnik“ wird beispielsweise mehr als dreimal so häufig gesucht als nach dem Begriff „Kunststoffverarbeitung“. Viele Unternehmen verwenden jedoch den Begriff „Kunststoffverarbeitung“ wesentlich häufiger.

Viele der untersuchten Unternehmen sind noch nicht besonders aktiv. Die eigene Webseite ist oft nicht sichtbar und nicht greifbar in ihren Erfolgen. Es gibt jedoch eine geringe Anzahl von Unternehmen, die umfangreiche Investitionen vornehmen und ein passendes oder angepasstes Geschäftsmodell besitzen. Viele Unternehmen sehen keinen Anlass, im Bereich Social Media tätig zu werden, da der Bereich keine direkte Verkaufsrelevanz hat. Social Media Aktivitäten sind jedoch für das Anwerben neuer Fachkräfte wichtig. Außerdem bewerten Suchmaschinen Social Media Verbindungen zur eigenen Webseite positiv, was Auswirkungen auf die Rangplatzierung hat.

 Zur Info: Die Studie ist auf Anfrage bei dem eBusiness-Lotsen Südwestfalen-Hagen erhältlich.