28. September 2018

Rückblick: Ressourcen im Unternehmen effizient nutzen – Digitale Lösungen mit eStandards

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Sind Digitalisierung und nachhaltiges Wirtschaften ein Widerspruch? Das Werkstattgespräch „Ressourceneffizienz“ in der Offenen Werkstatt Hagen am 19. September machte deutlich: Die Digitalisierung kann in hervorragender Weise für nachhaltiges, ressourcenschonendes und zugleich unternehmerisch erfolgreiches Wirtschaften genutzt werden

Matthias Graf, Projektleiter der Effizienzagentur NRW, stellte dazu spannende Beispiele für erfolgreiche Projekte aus seiner langjährigen Beratungspraxis vor. Dazu lenkte er den Blick auf Fragen der Fertigungssteuerung, deren zentrales Thema die Beherrschung steigender Komplexität ist, denn: Die Fertigung individualisierter Produkte und kleiner Losgrößen wird im Mittelstand immer wichtiger.

Dabei rückt natürlich auch die betriebswirtschaftliche Betrachtung in den Fokus. Matthias Graf stellte daher neben digitalisierten Fertigungssteuerungslösungen auch die Ressourcenkostenrechnung der Effizienzagentur vor, die z. B. dezidiert aufzeigt, ob und welche Bestandteile eines Produktportfolios defizitär sind. Zusammen mit einem großen Beraternetzwerk gelingt es der Agentur, konkrete Analyse- und Beratungsleistungen zu beiden Aspekten anzubieten.

In der lebhaften Diskussion wurden vielfältige Kooperationsmöglichkeiten deutlich: Erfahrungen zum Variantenmanagement auf Basis graphenorientierter Datenbanksysteme und offener eStandards, wie Lisa-Marie Metz vom Kompetenzzentrum eStandards erläuterte, sollen in naher Zukunft in einer Fokusgruppe ausgetauscht werden.

Marius Mertens rundete das Werkstattgespräch ab, in dem er den Blick auf die Anforderungen der Kreislaufwirtschaft lenkte. Über ressourcenschonende Fertigung hinaus trägt sie auf Basis des Prinzips „Cradle to Cradle“ (von der Wiege bis zur Wiege) maßgeblich zur Nachhaltigkeit bei. Biologische wie technische „Nährstoffe“, also Produktbestandteile, sollen dazu systematisch einer Wiederverwendung zugeführt werden. Das mit dem Kompetenzzentrum kooperierende Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP), Wuppertal, kann in Pilotprojekten Unternehmen dabei unterstützen, digitale Lösungen zur Produkterkennung und -analyse zu nutzen.

Insgesamt, so Moderator Martin Hilbig, machten Beiträge und Diskussion zu beiden Kurzvorträgen das Potenzial einer an offenen Standards orientierten Digitalisierung deutlich, nämlich nachhaltiges Wirtschaften und betriebswirtschaftlichen Erfolg des Mittelstands systematisch zu kombinieren.

 

Die Werkstattgespräche werden fortgesetzt. Nächster Termin: 10. Oktober 2018, Thema: „Sicherer Datenaustausch und Blockchain“. Weitere Infos auf Anfrage.

 

Kontakt:

Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards

Projektbüro Hagen

c/o HAGENagentur | Wirtschaftsförderung

Lisa-Marie Metz (Veranstaltungsmanagement)

T: 02331 – 80 99 60

metz@kompetenzzentrum-estandards.digital

www.kompetenzzentrum-estandards.digital

 

Foto: HAGENagentur