2. August 2018

Standards der vernetzten Produktion: Retrofit und OPC UA

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Die Vernetzung von Maschinen und die Nutzung ihrer Daten für Produktion, Prozesssteuerung, vorausschauende Wartung, optimale Auslastung und vieles mehr sind vorrangige Themen für die mittelständische Industrie, wenn es um Digitalisierung geht. Um Verantwortliche aus kleinen und mittleren Unternehmen über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren, hatte das Kompetenzzentrum eStandards in enger Kooperation mit den Kompetenzzentren Dortmund und Siegen eine Exkursion in die SmartFactoryOWL in Lemgo organisiert.

Die Digitalisierung im Mittelstand ist mehr als nur eine strategische oder ausschließlich technische Herausforderung. Auch scheinbar eng umrissene Themen wie die vernetzte Produktion bedürfen einer ganzheitlichen Betrachtung, damit Unternehmen Entscheidungssicherheit gewinnen. Verantwortliche aus Südwestfalen und Ostwestfalen-Lippe nutzten die Möglichkeit, sich über die unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkte der drei Kompetenzzentren zu informieren.

  • Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards macht sich für den Einsatz freier, offener Standards stark, die helfen, den Lock-in-Effekt zu vermeiden und die Hoheit über die eigenen Daten zu behalten.
  • Das Kompetenzzentrum Dortmund beschäftigt sich am Standort Lemgo mit den Themen intelligente Automatisierung und intelligente technische Systeme.
  • Im Kompetenzzentrum Siegen liegt der Tätigkeitsschwerpunkt auf mitarbeiterzentrierten Digitalisierungsprojekten, also beschäftigtenorientierten Digitalisierungs-, Weiterbildungs- und Managementkonzepten.

In einem kurzen Einführungsvortrag schilderten Ulrich Hardt und Dr. Erich Behrendt vom Kompetenzzentrum eStandards die aktuelle Situation: „Derzeit belasten Kostenexplosionen in der IT den Mittelstand – ohne nennenswerten Produktivitätsgewinn. In Asien ist man da viel weiter, die OPC UA ist dort bereits etabliert. Das bedeutet, dass der Druck im internationalen Markt steigen wird.“

Im ersten Impulsvortrag berichtete Jan Nicolas Weskamp vom Fraunhofer IOSB-INA über Anwendungsfälle, Mehrwerte und Migrationsstrategien der OPC UA: Sie ermöglicht die einfache Implementierung der Anwendungsfälle

  • Zustandsüberwachung von Maschinen
  • Prozesstransparenz
  • Plug & Work
  • Prozessoptimierung

und kann schrittweise eingeführt werden. Allerdings bedarf es zur endgültigen Etablierung der Zusammenarbeit von Unternehmen bei der Standardisierung.


Quelle und Kontakt

Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards
Projektbüro Hagen
c/o HAGENagentur | Wirtschaftsförderung
Lisa-Marie Metz (Organisation)
T: 02331 – 80 99 60

www.kompetenzzentrum-estandards.digital

www.kompetenzzentrum-siegen.digital

www.kompetenzzentrum-dortmund.digital

Foto: Fraunhofer IOSB-INA