28. März 2018

Vor Ort: Experimentierraum (auch) für die Forscher von morgen

Bottrop-Mittelstand-4.0©Birgit Andrich_020

„How To Make Almost Everything“ ist das Motto der weltweit wachsenden „Maker“-Bewegung, die 2002 von Neil Gershenfeld am MIT ins Leben gerufen wurde. Weit über 1.000 „Maker Spaces“ in so genannten FabLabs („Fabrication Laboratories“) gibt es heute weltweit – und eins davon an der Hochschule Ruhr West in Bottrop. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards und das Team des eLotsen Hagen war mit einigen Netzwerkpartnern vor Ort.

Als offenes Labor konzipiert, wird das FabLab in Bottrop nicht nur von Studierenden der Hochschule Ruhr-West genutzt. Auch Vertreter kleinerer Unternehmen, Schüler und interessierte Privatleute probieren additive Fertigungsverfahren, 3-D-Scanner, Datenbrillen und vieles mehr aus und nutzen die technischen Möglichkeiten im Sinne eines MakerSpace auch für eigene Projekte. „Hier probieren Leute von 8 bis 80 digitale Technik aus“, sagt Lukas Hellwig, wissenschaftlicher Mitarbeiter des FabLab.

 

Bottrop-Mittelstand-4.0©Birgit Andrich_026

Im Mittelpunkt der Partner-Exkursion standen verschiedene IT-Datenstandards in Herstellungsprozessen. Offene, freie Standards stoßen auf herstellerspezifische Konventionen und müssen durch entsprechende Schnittstellen und APIs ergänzt werden, wenn der elektronische Datentransfer möglichst in Echtzeit gelingen soll. In dem ausführlichen Einführungsvortrag von Lukas Hellwig und während der Demonstrationen im FabLab wurde den Teilnehmern greifbar vor Augen geführt, dass vor allem bei der individualisierten Produktion von Kleinstmengen (Stichwort: „Losgröße 1“) standardisierte Schnittstellen für die komplexe digitale Vernetzung der einzelnen Fertigungsstufen eine herausragende Bedeutung haben.


Kontakt

Ulrich Hardt,
Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum eStandards,
Projektbüro Hagen,
02331-80 99 60


Fotos: Birgit Andrich HAGENagentur